Ministerin Birgit Keller -- Gespräch mit Verband und Besichtigung im Wald

15 October 2018

Die Ministerin für Infrastruktur und Landwirtschaft empfing am 6.9.2018 den Präsidenten Jörg Göring und den Geschäftsführer Wolfgang Heyn. Im Beisein von Abteilungsleiter Jochem Instenberg, von Achim Ramm, Heidi Aue und Jan Pietzko aus dem TMIL sollte es eigentlich um die Vorbereitung der Mitgliederversammlung gehen. Beherrschendes Thema war aber die Borkenkäfer- und Dürrekatastrophe. Präsident Göring stellte die prekäre Lage der Forstbetriebe und deren finanzielle Einbußen dar. Forstbetriebe seien in ihrer Existenz gefährdet. Er befürchtete flächige Abgänge durch Borkenkäfer und Dürre. Er forderte einen Schadholzzuschuss von 15 Euro, einen Zuschuss für Transporte in Zwischenlager von 10 Euro pro Festmeter, das Inkraftsetzen des Forstschädenausgleichsgesetzes, die Herabsetzung der Schwelle für die Förderfähigkeit der Schadholzaufbereitung unter 20 Euro pro Festmeter, die Verlängerung der Steuermäßigungen für Forstbetriebe analog der Billigkeitsregelung nach Sturm Friederike, die Tonnageerhöhung für Holz-LKW auf 44 Tonnen sowie zusätzliches Personal. Frau Keller sagte zu, die Forderungen zu prüfen und die finanzielle Unterstützung der Waldbesitzer zu überdenken. Zwischenlager sind notwendig. Sie werde das Thema zur nächsten Kabinettssitzung vortragen. Ein Krisenstab soll eingerichtet werden (Anmerkung Heyn: hat inzwischen zweimal getagt). Der Präsident unterstrich noch mal, dass die „normale“ Förderung nicht reichen wird und Landesgeld für die o.g. Zuschüsse notwendig ist.

Am 20.9.2018 machte die Ministerin Birgit Keller ihr Versprechen wahr und besichtigte den Wald der vom Borkenkäfer und Dürre sehr stark betroffenen Waldgenossenschaft Osthausen. Der Forstamtsleiter Dr. Chris Freise erklärte die drastischen Waldbilder, der Vorstand der Waldgenossenschaft erläuterte die Geschichte und die gegenwärtige Lage. Frau Keller war beeindruckt von den Schadbildern, stellte die 750 T€ und die 500 T€ an Fördermitteln in Aussicht. Weitere Hilfen werden geprüft.

An dem 20.9. tagte der Krisenstab zum ersten Mal. Inzwischen ist die Tonnageerhöhung auf 44 t bis zum 31.3.2019 genehmigt. Die Schwelle für die Förderfähigkeit der Schadholzaufbereitung wurde auf 18 Euro netto abgesenkt.

Text und Fotos: W.Heyn

Ministerin Keller im Gespräch

Ministerin Keller in Osthausen

Auf der Mitgliederversammlung am 22.09. 2018 in Erfurt wurde ein neuer Vorstand gewählt. Präsident Jörg Göring und Vizepräsident Freiherr Christian von Truchsess wurden im Amt bestätigt. Mehr dazu später.